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Bakterien – die Spezialisten für Bioplastik

Spiegel – Wo Italien Anfang des Jahres noch mit einem Verbot von Plastiktüten dem ganzen Müll Herr werden wollte, geht ein Genomatica-Forscherteam um Harry Yim aus San Diego (Kalifornien, USA) einen Schritt weiter. Laut Spiegelquellen werden jährlich rund 2,4 Millionen Tonnen Kunststoffe produziert, die auf 1,4-Butandiol (auch BDO) aufbauen – einem künstlichen chemischen Stoff, der in der Natur nicht existiert. Yims Team hat es jedoch geschafft, Bakterien gentechnisch zu verändern, dass sie BDO herstellen.

Wie die Forscher selbst schreiben, sind sie nicht die ersten, die Mikroorganismen so verändert haben, dass sie eine von der Industrie benötigte Substanz produzieren. So hätten andere Firmen Eschericha-coli-Bakterien erzeugt, welche die Chemikalie 1,3-Propandiol erzeugen – sie werden bereits industriell eingesetzt.

Chemiker versuchen zudem mit diversen Methoden, Kunststoffe zu etablieren, die ohne Erdöl als Rohstoff auskommen. Einige Produkte, die auf Pflanzenfasern basieren, sind bereits auf dem Markt. Der Marktanteil der Biokunststoffe ist jedoch noch gering, er liegt laut dem Branchenverband „European Bioplastics“ unter einem Prozent.

Man sieht, woraus der Bio-USB-Stick besteht

Vireo freut sich natürlich über diese Meldung. Mit dem Hoshino Bio-USB haben wir bereits ein aus organischen Materialen bestehendes Produkt in unserem Vireo-Store. Die Außenhülle aus Polylactiden wird aus nachwachsenden Rohstoffen wie Mais gewonnen und hält genauso gut wie aus Erdöl produziertes Plastik!

Jedes Jahr fallen allein durch weggeworfene USB-Sticks 10.000 Tonnen Müll an! Mit den neuen Entwicklungen von Harry Yims Team würde dieser Berg beträchtlich abgebaut werden können.

Christian Allner

Christian Allner

Schrift-Architekt bei Schrift-Architekt.de
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Christian Allner

4 Comments

  1. zunächst: Der Ansatz Kunststoff aus nachwachsenden Rohstoffen zu erzeugen ist ein guter. Der macht uns weniger abhängig vom Öl und reduziert den Einfluss auf den Treibhauseffekt.

    Aber der letzte Absatz ist Unsinn.

    Wieso reduzieren solche Biokunststoffe den Müllberg? Es ist im Text nirgendwo die Rede von biologisch abbaubaren Kunststoffen oder von Kompostierung. Diese macht hier nämlich auch keinen Sinn. Im Übrigen sind viele auf 1,4 BDO oder 1,3 PDO basierende Kunststoffe garnicht biologisch abbaubar.

    Der wahre Vorteil liegt auf einer klimaneutralen (oder besser „weniger klimaschädlichen“) Verbrennung mit Energierückgewinnung. Wenn dies nicht geschiht , wird auch der Müllberg nicht reduziert.

    Was soll also der letzte Absatz???

    • Das stimmt – da haben wir uns etwas unklar ausgedrückt. Der Müllberg reduziert sich nicht, die Anteile in ihm verlagern sich. Der Prozentsatz an normalen Plastik (= Plastik als Erdölprodukt) verkleinert sich und der Satz an „Bioplastik“ erhöht sich.

      Falls das Bioplasticsmagazine zu diesem Thema übrigens eigene Artikel bieten kann, dann würden wir uns freuen, wenn Ihr sie hier in den Kommentaren gleich verlinkt. Es ist immer gut, auf mehrere Quellen zugreifen zu können. 🙂

  2. Es gibt eine Reihe frei herunterladbarer Artikel und ganzer Hefte (alle in Englisch, sorry, aber wir sind ein internationales Magazin), man findet diese hier.
    Im Archiv kan man alle Hefte durchstöbern, aber nur als Abstract bzw. die ersten paar Zeilen (hier. Um komplette Artikel lesen zu können muss man Abonnent sein.

    Gruß Michael Thielen

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