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Unsere Testecke: Matthias und das E.GO. Professional Solarladegerät

Die besten Produkte, geheime Neuheiten oder einfach tolle Artikel werden in der Testecke bei Vireo-Store geprüft. Kritisch und ehrlich sind wir heute mit:

e.GO. Professioanl
Details zum Artikel

Gliederung
Jede Testecke besteht aus diesen sechs Kategorien, in denen wir prüfen, ob ein Produkt den strengen Kriterien bei Vireo-Store genügt.


Verpackung


Verarbeitung


Zubehör


Solargerät im Einsatz


Für welchen User geeignet


Allgemeines Fazit

 

Verpackung
Der e.Go. Professional kommt in  einer stabilen Papp-Verpackung. Öffnet man den Karton kommt die Betriebsanleitung zum Vorschein.


Unter der Anleitung befindet sich dann das Solarladegerät. Die Anordnung der Verpackung ist so gestaltet, dass der Inhalt nicht herumrutschen kann.

Verarbeitung – Solarladegerät
Nun zum Gerät. Der e.GO. Professional macht einen klobigen, aber stabilen Eindruck. Das Gerät ist bereits mit einem Prallschutz ausgestattet, der sich mit ein bisschen Fummelarbeit abmontieren lässt. Gerade der Schutz auf der unteren Seite sorgt für kurzes stressbedingtes Durchatmen, gepaart mit kurzeitigen Fingerkuppenschmerzen. Großer Vorteil dieser Tatsache: der Prallschutz sitzt bombenfest.

Die Montage hingegen gestaltet sich sehr einfach, leicht angewinkelt auf das Gerät schieben und drauf klicken – sitzt. Unter der Schutzhülle offenbart sich die Farbgebung. Der Deckel bzw die Oberseite ist silberfarben, die Unterseite dunkelblau lackiert. Die Lackierung macht nun keine sonderlich hochwertigen, aber auch keinen billigen Eindruck. Zusätzlich sind auf der Oberseite noch das Logo und der Schriftzug angebracht.


Klappmechanismus und Positionierung der Anschlussmöglichkeiten

Der e.GO. Prof. verfügt über einen vielfältigen Klappmechanismus.
Im geschlossenen Zustand befinden sich die Solar-Panels im Inneren
des Geräts und sind wunderbar geschützt; gerade beim Transport
eine sehr schöne Sache. Öffnet man das Gerät in der ersten Stufe –
hier ist ein wenig Kraft von Nöten – bekommt man erstmal einen Schreck.
Der erste Eindruck: „Mist, bei mir hat man die Solar-Panels vergessen“.

Bei genauerer Betrachtung erkennt man eine kleine Lippe am Deckel, die zum Aufklappen des Panels dient. Auch hier ist ein wenig Kraft von Nöten. Komplett aufgeklappt besteht das    e.Go also aus drei Teilen.


Die Oberseite mit einem Solar-Panel, einem Solar-Panel,
das sich in der Mitte des Geräts befindet, sowie der
obligatorischen Unterseite mit integrierten Stau- und Ladefach für 4 NiMH-, NiCD-Batterien und 2 Li-Ion Akkus.

 

 

 


Der Klappmechanismus verfügt über verschiedene Stufen, die spürbar einrasten. Hier hat der Hersteller mitgedacht. Mit Hilfe dieser Einraststufen ist es möglich, das Gerät in den Positionen 30°, 45° und 60° je nach Sonnenstand, aufzustellen.

 

 


Das Scharnier selbst zieht sich über die ganze Länge des Geräts und macht einen soliden und stabilen Eindruck.  Hier wackelt nichts!
Sehr schade und auch ein wenig unverständlich empfinde ich die Tatsache, dass man die Solar-Panels bei den günstigeren Modellen FUN und Master vom Gehäuse lösen kann, aber beim teuersten Vertreter der e.GO.–Reihe dieses nicht mehr möglich ist. Klarer Minuspunkt.

Positionierung der Anschlussmöglichkeiten

 

Auf der rechten Außenseite befindet sich die LED – Statusanzeige (dazu mehr im Abschnitt Solarladegerät im Einsatz) und die Steckdose für das Netzteil.

 


Auf der rechten Außenseite befinden sich die Anschlüsse für
das Masterkabel und das MiniUSB-Kabel sowie der Schalter
für die maximale Ausgangsleistung.

 

Auch hier ist man im ersten Moment überrascht, so dass man sich sofort die Frage stellt, ist das Solarladegerät internetfähig. Warum? Der Port und für das Masterkabel ist vom Erscheinungsbild kaum von dem Port am PC/Router für Stecker von Netzwerkkabel zu unterscheiden

(Links: Masterkabel, Rechts: LAN-Kabel).


Hat zwar den Vorteil, das Verwechselungen von Input und Output nahezu ausgeschlossen sind, ich mir jedoch vorstellen könnte, denkt man an die empfindliche Nase am Stecker eines Netzwerkkabels, die Funktion und somit der Sinn, durch Abbrechen der Nase, schnell verloren geht.

 

Nicht viel anders verhält es sich mit dem Schalter für die Ausgangsleistung.
Dieser macht zwar einen guten Eindruck, sitzt stabil und rastet deutlich in
eine der drei zu Verfügung stehenden Positionen ein, benötigt jedoch bei der
Auswahl der Ausgangsleitung mentale Fähigkeiten. Weder am Schalter
noch am Gerät ist eine Kennzeichnung, welche Stellung für welche
Ausgangsleistung steht. In der Beschreibung sind die einzelnen Stellungen
zwar mit 1 2 3 und der damit verbundenen Ausgangsleistung niedergeschrieben,
verliert aber an Funktionalität, wenn selbst die Markierung 1 2 3 am Gerät nicht
vorzufinden ist.

Fazit
Der Solarc E.Go. Professional macht einen sehr stabilen Eindruck. Die Panels sitzen fest, lassen sich sehr gut klappen. Die Ports für die Stecker sind sehr gut verarbeitet, das unterschiedliche Aussehen durchdacht. Die fehlende Beschriftung am Spannungsschalter und das nicht abnehmbare Panel gefällt mir jedoch nicht.

 

Zubehör
Geliefert wird der e.GO. Professional, Netzadapter, Materkabel (dient als Verbindung für die Adapter), MicroUSB-Kabel, 4 Adapter (USB Typ A, für Handys /Smartphones: Nokia, Samsung, Sony), Li-Ion Akku 3,7V / 1800mAh, Prallschutz.


Betriebsanleitung
Die Anleitung ist ein kleines Heftchen und beinhaltet 6 Sprachen (Deutsch, Englisch, Französisch, Italienisch, Spanisch, Niederländisch). Vielen Nutzern wahrscheinlich unwichtig, aber für mich schon mal ein Pluspunkt, die Anleitung beginnt mit Deutsch, langes herumsuchen fällt somit weg 😉
Die Betriebsanleitung selbst ist übersichtlich gestaltet. Inhaltsverzeichnis, Unterpunkte und Bilder bringen einem das Gerät klar und verständlich näher.

Qualität des Zubehörs
Bei der Qualität des Zubehörs gibt es nichts zu meckern auch wenn andere Hersteller mehr Adapter mitliefern. Kabel, Netzteil, Adapter machen optisch einen guten Eindruck (da kennt man andere Kandidaten).

 

 

 

Keine Klebestellen oder canyon-große Spaltmaße. Stecker sitzen alle gerade in der Fassung, Steckverbindungen passen gut ineinander und sitzen angenehm straff.

Fazit
Die Adapter sind gut verarbeitet, eine ausführliche Bedienungsanleitung liegt auch dabei. Sicherlich wären mehr Adapter eine feine Sache, der USB-Stecker gewährleistet aber eine hohe Kompatibilität.

Solargerät im Einsatz – Usability
Laden über die Solarpanels
Wir schreiben den 16. März 2012, der Himmel ist strahlend blau,
keine einzige Wolke am Himmel, mein Testgerät (HTC Xda Herald)
ist vollständig entladen und das seit einer langen Zeit. Rundum,
die perfekten Testbedingungen. Ruckzuck den richtigen Adapter
rausgesucht, alle Verbindungen zusammengesteckt (alles passt perfekt),
Smartphone und Ladegerät verbunden, Fenster auf (muss ja nebenbei arbeiten),
Solarladegeräte in 40° aufgeklappt und auf dem Fensterbrett in Position gebracht. Fenster wieder zu, so warm war es dann doch nicht.
Sobald Sonnenstrahlen die Panels treffen, springen die LED4 (rot) und LED5 (grün) am e.GO. an und weisen darauf hin, dass das HTC geladen wird.

Alles scheint bestens zu funktionieren. Nach einer Stunde ein erster Kontrollblick, Smartphone ist bereits angegangen, man kann nun auch auf dem Display nachvollziehen, dass das Smartphone geladen wird. Ich bin fürs Erste vollkommen zufrieden. Immer mal schaue ich nach dem Rechten, verändere leicht die Position, um die Panels genau zur Sonne auszurichten. Nach knapp 6 Stunden ist mein Smartphone vollständig geladen. Ein guter Wert.

Fazit
Der Solarc lädt das Testhandy ohne Probleme. Sobald Sonnenstrahlen die Panels treffen, wird der Akku gespeist. Nach ca. 6 Stunden ist das Handy (1300 mAh) komplett geladen. Ein guter Wert, erledigen aber die Lader von Voltaic in aller Regel schneller.
Laden über den mitgelieferten Li-Ion Akku
Auf Sonne sind wir ja heute nicht angewiesen, obwohl diese uns auch heute wieder verwöhnt. Alles wie gewohnt, passende Adapter rausgesucht, alles zusammengesteckt, Testgerät und Ladegerät verbunden. Nun noch den Li-Ionen-Akku in das dafür vorgesehene Fach und schon kann es losgehen, aber nichts passiert. Keine LED leuchtet, weder am Lader noch am Smartphone. Alles neu zusammengesteckt, geschüttelt, gewackelt, absolut nichts.
Etwas genervt die Betriebsanleitung zur Hand genommen.
Auf den ersten Blick, unter dem Punkt 8. „Probleme“, findet sich kein Lösungsweg.  Also von Seite 1 an, vielleicht habe ich ja irgendetwas überlesen und Tatsache. Auf Seite 4 unter „Akkus einlegen“ folgender Vermerk:

 


Genau hier lag das Problem. Obwohl der Li-Ion Akku meines Erachtens richtig einrastet und auch optisch 1A sitzt, muss man nun an diesen noch hin und her wackeln bis ein klares Klick-Geräusch zu vernehmen ist. Bei meinem Ladegerät funktionierte das linke Ablagefach besser als das rechte. Aber auch hier muss man ein wenig wackeln und schieben.
Als ich nun wusste wie es geht, habe ich das ganze noch mal nachgestellt. Es ist wirklich sehr mühsam, selbst wenn der Akku so frei ist und nach „langen hin und her“ ein Klick-Geräusch von sich gibt, heißt das noch nicht automatisch, dass alles reibungslos funktioniert. Ein Kontrollblick auf die LEDs ist unumgänglich. Nun war ich skeptisch. Wie verhält es sich, wenn das Ladegerät, ähnlich wie in der Tasche,  unter Schüttel-, Schauckel- und Ruckbewegungen befindet. Hier verhält sich das Gerät jedoch stabil. Wenn der Li-Ionen Akku einmal sitzt, dann sitzt er. Der Ladevorgang wird nicht unterbrochen.
Nach 3 ½ Stunden war der Akku leer und das Smartphone auf 75% geladen.
Ein Ergebnis, das nicht wirklich überzeugt.

Fazit
Die Fummelei ist für mich leider ein absolutes No-Go. Auch wenn, vorausgesetzt es sitzt alles richtig, das Ladegerät seinen Job macht, 30 Min – 1 Std. laden bringt bereits 30% mehr an Power, so ist das wackeln und schieben am Akku wirklich sehr nervig. Hier hat man definitiv schlecht gearbeitet. Auch die Kapazität des Akkus ist nicht mehr als OK. Er schafft es leider nicht, das Smartphone komplett zu laden.



Für welchen User geeignet?
Diese Frage lässt sich natürlich nur schwer beantworten, da jeder Kunde spezielle Wünsche an ein Gerät hat, nichts desto trotz will ich es versuchen, Gerät und Kunde ein wenig einzuordnen. Aufgrund der Größe und des Gewichts ist das Gerät als Zweit-Akku für den nächtlichen Streifzug durch die Clubs und Bars nicht zu gebrauchen. Für den Arbeitsalltag, sei es beim Job oder in der Uni, verrichtet das Gerät einen guten Job. Ob man es nur als Zweit-Akku hernimmt oder während der Mittagspause einfach mal in der Sonne platziert sei dahin gestellt. Auch im Park auf der Decke oder im Biergarten kann man wohl einige Blicke auf sich ziehen, spritzwasserfest ist es ja 😉
Für Leute die sich gerne in der Natur bewegen ist das Gerät nur bedingt zu empfehlen. Wie bereits mehrfach erwähnt, ist die Leistung der beiden Panels, betrachtet man die Größe, absolut akzeptabel. Aber welchen Wanderer oder Junior Indiana Jones möchte das Gerät permanent in der Hand halten? Das Gerät lässt sich nicht an eine Rucksack oder Tasche befestigen. Leider hat es der Hersteller verschlafen, seinem teuersten Produkt in der Reihe, abnehmbare Panels zu spendieren. Ein Fakt der mich nur den Kopf schütteln lässt zumal das billigere Model Master diese Funktion inne hat.



Allgemeines Fazit
Das Solarc e.GO. Professional macht alles in allem das, was er soll. Das Gerät ist sehr robust gebaut, verfügt über zwei Solar-Panels, die mittels eines Klappmechanismus „platzsparend“ untergebracht werden. Die Solar-Panels verrichten ihren Dienst absolut zufriedenstellend. Die Aufstellung bzw. die Ausrichtung sind kinderleicht. Auch bei geringer Sonneneinstrahlung springt die LED am Gerät als auch  am Smartphone als Hinweis des Ladevorgangs an. Aber hier sei ganz deutlich darauf hingewiesen, das beste Ergebnis liefert ganz klar die wolkenfreie Sonne. Alles andere geht zu Lasten der Ladezeit. Anders gestaltet sich der Ladevorgang über den mitgelieferten Li-Ionen-Akku. Dieser brauch beim Einsetzen absolutes Fingerspitzengefühl. Mir persönlich hat es den letzten Nerv geraubt. Sicherlich kann man sich an dieses Manko gewöhnen, mir trotzdem absolut unverständlich.  Auch die Leistung des Akkus ist nicht wirklich atemberaubend. Betrachtet man nun noch den stolzen Preis von knapp 200 Euro sind leider nur 3 Vireos drin.

VireoVireo Vireo

Habt Ihr das Produkt etwa auch? Schon getestet? Dann hinterlasst doch einfach eure Meinung!



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