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Rolling Stone: Magazin wird Klimaschützer

 

Rolling Stone - bald auch Öko-Ikone? (c)wikipedia.de

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Das Rolling-Stone-Magazin versorgt uns seit 1967 mit interessanten, witzigen, nutzlosen oder anderen Arten an Infos zu so ziemlich jedem Thema aus Rock und Popkultur.
Ein Artikel von Bill McKibben erregte jetzt aber unsere Aufmerksamkeit. Er bezieht sich kurz auf die Buschbrände in Colorado, welche die USA momentan ebenso plagen wie eine Hitze- und Dürrewelle im Corn Belt (Midwest-Staaten wie Illinois oder Iowa). Der Grund: globale Erwärmung. Sein Nachweis: Mathematik.

Allein der Juni habe 2.132 Temperaturrekorde in den USA gebrochen. Der Mai war der 327. Monat, der heißer war als als der Durchschnittswert für das 20. Jahrhundert. Die Wahrscheinlichkeit, dass diese Zahlen zufällig auftraten, liegen laut McKibben bei 3,7×1099 – eine Zahl, die wesentlich größer sei als die Gesamtzahl der Sterne in unserem Universum.

Er führt seine Aussagen fort: Dieser Frühling sei der heißeste in der Geschichte der US-Wetteraufzeichnung. Der gesamten Geschichte. Es hätte niemals einen heißeren Frühling gegeben. Nach mathematischen Berechnungen ist die Chance für ein derartiges Wetter (globale Erwärmung ausgeschlossen) so gering, dass wir es frühestens erst wieder im Jahr 46.298 n.Chr. erleben würden.

Sie scheint nicht heller als sonst - wir sind nur empfindlicher geworden.

Sie scheint nicht heller als sonst - wir sind nur empfindlicher geworden.

Was Bill McKibben hier tut ist bemerkenswert: Er erhebt die Diskussion um globale Erwärmung und Treibhauseffekt auf eine wissenschaftliche Stufe.
Natürlich haben viele Wissenschaftler das Phänomen untersucht. Aber in der öffentlichen Diskussion werden die Standpunkte meistens eingedampft auf: Befürworter, die emotional-unlogisch argumentieren; und Gegner, die ökonimisch-sachlicherwidern. Was machen denn schon ein paar Grad mehr auf dem Thermometer aus? Muss man im Winter nicht mehr frieren. Solche Sätze hört man oft. Das Problem: die Erwärmungs-Befürworter lassen sich davon gern reinlegen.
Wir haben die Zahlen, wir können sie berechnen und Vergleiche ziehen. Warum tun wir es nur so selten? Bill McKibben tut es in seinem Artikel jedenfalls, den ihr hier in seiner lesenswerten Gänze genießen könnt.

Doch: Was ist eure Meinung zu McKibbens Artikel? Sind die Vergleiche und Berechnungen akkurat? Und: gehört sowas überhaupt in ein Magazin wie Rolling Stone? Schreibt uns eure Meinung!

Christian Allner

Christian Allner

Schrift-Architekt bei Schrift-Architekt.de
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Christian Allner

4 Comments

  1. Das ist eine schöne Geschichte.
    Natürlich gehört das Ganze auch in so ein Magazin. Wir alle müssen jetzt umdenken….nur so haben wir eine Chance!

  2. Soein Thema gehört eigentlich überall rein. Klar sollte das Rolling Stones Blatt Thematisch schon in seiner Rubrik bleiben, aber soein „über den Tellerrand schauen“ schadet doch bei soeinem wichtigen Thema nicht.

    • Stimmt, ein kleiner Ausflug in andere Bereiche erweitert den Horizont. Und vielleicht haben wir ja ein paar Rooling-Stone-Leser für die LOHAS-Szene begeistern können. ökologisch bewusste Rockfans. *g*

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